Systemische Aufstellungen

Unsichtbares
sichtbar machen.

Wir leben und arbeiten in Beziehungen: in Familien, Partnerschaften, Freundschaften, Teams und Organisationen. Wir gehören zu unterschiedlichen Systemen und jedes System entwickelt seine eigene Dynamik.

Manches davon ist offensichtlich. Vieles bleibt unsichtbar.

Wer steht wem nahe? Wer hält Abstand? Wo entstehen Allianzen? Wer fühlt sich für wen verantwortlich? Wo geraten Menschen in Loyalitätskonflikte? Wer übernimmt eine Rolle oder Aufgabe, die eigentlich nicht zu ihm gehört? Und wer findet im System keinen guten Platz?

Systemische Aufstellungen machen Beziehungen, Wechselwirkungen und verborgene Dynamiken sichtbar.

Familienaufstellung. Organisationsaufstellung. Strukturaufstellung.

Was Worte allein nicht zeigen.

Im Rahmen einer Aufstellung übernehmen Teilnehmerinnen und Teilnehmer stellvertretend einen Platz für Menschen, Gruppen, innere Anteile, Aufgaben, Ziele oder andere Elemente eines Systems. Sie spielen keine Rolle und müssen die betreffenden Personen nicht kennen. Aus ihrer jeweiligen Position heraus nehmen sie wahr, was sich verändert:

  • Nähe und Distanz. 
  • Zugehörigkeit und Ausschluss. 
  • Anspannung und Entlastung. 
  • Hinwendung und Rückzug. 
  • Verbindung und Abgrenzung.

So entsteht innerhalb kurzer Zeit ein räumliches Bild. Beziehungen, Spannungen und Wechselwirkungen werden sichtbar und körperlich erfahrbar.

Insa Sparrer und Matthias Varga von Kibéd vom SySt-Institut beschreiben Aufstellungsarbeit als eine Form transverbaler Sprache – eine Kommunikation, die das Gesprochene und Körperliche einbezieht und zugleich darüber hinausgeht.

 

Beziehungen klären.

Nicht jede Reaktion gehört nur ins Hier und Jetzt.

Manchmal reagieren wir auf einen Menschen, als stünde jemand anderes vor uns. Eine Führungskraft erinnert uns an eine Autorität aus unserer Vergangenheit. In einem Team übernehmen wir eine Rolle, die wir bereits aus unserer Familie kennen. Oder wir fühlen uns einem Menschen, einer Gruppe oder einer Geschichte gegenüber loyal, obwohl diese Loyalität uns heute begrenzt.

Vergangenheit und Gegenwart überlagern sich.

Systemische Aufstellungen können helfen, solche Verstrickungen und Kontextüberlagerungen sichtbar zu machen.

  • Was gehört hierher? 
  • Was gehört in einen anderen Zusammenhang? 
  • Welche Verantwortung ist meine? 
  • Und welche darf ich bei einem anderen Menschen lassen?

Es geht nicht darum, Beziehungen zu lösen, die uns wichtig sind. Es geht darum, Beziehungen klarer zu gestalten.

Aufstellungsarbeit

Virginia Satir, eine der Pionierinnen der Familientherapie, hat meine Sicht auf Menschen und Beziehungen wesentlich geprägt. Im Mittelpunkt ihrer Arbeit standen Selbstwert, persönliche Entwicklung und die Frage, wie Menschen miteinander verbunden sein können, ohne ihre Individualität zu verlieren.

Auch in meiner Aufstellungsarbeit geht es nicht darum, Menschen einen vermeintlich richtigen Platz zuzuweisen oder eine bestimmte Ordnung herzustellen. Die Deutungshoheit bleibt bei der Person, um deren Anliegen es geht.

Von den Ordnungsmodellen Bert Hellingers grenze ich meine Arbeit bewusst ab.

Eine Aufstellung soll keine Wahrheit vorgeben. Sie soll sichtbar machen, neue Perspektiven öffnen und Wahlmöglichkeiten erweitern.

Was lässt sich aufstellen?

Überall dort, wo Menschen miteinander in Beziehung stehen oder unterschiedliche Kräfte aufeinander wirken, kann Aufstellungsarbeit neue Perspektiven eröffnen.

Familien & Partnerschaften

Familienbeziehungen, Partnerschaften, Trennungen, wiederkehrende Konflikte, Loyalitäten, Zugehörigkeit und Abgrenzung. 

Teams & Organisationen

Rollen, Verantwortlichkeiten, Führung, Zusammenarbeit, Konflikte, Veränderungen und Entscheidungsprozesse.

Auch abstrakte Themen lassen sich räumlich betrachten: Entscheidungen, Ziele, Hindernisse, Ressourcen oder innere Anteile.

Systemische Aufstellungen 

Investition

Manches lässt sich erklären – manches muss man erleben.

Der beste Weg herauszufinden, was eine systemische Aufstellung ist und wie sie wirkt, ist, sie selbst zu erleben.

Du kannst mit einem eigenen Anliegen teilnehmen oder als interessierte Teilnehmerin oder interessierter Teilnehmer eine Aufstellung miterleben und als Stellvertreterin oder Stellvertreter zur Verfügung stehen.

Vorkenntnisse brauchst du nicht.

Termine:

So 27.09.2026 12.00 h – 16.00 h
So 22.11.2026 12.00 h – 16.00 h
So 14.02.2027 10.00 h – 18.00 h
So 02.05.2027 15.00 h – 18.00 h

Investition:

Eigene Aufstellung: 150 €
Teilnahme ohne eigene Aufstellung: 20 €